Kreisverband DGB vor Ort in der DGB-Region Frankfurt - Rhein - Main gegründet

Am Samstag, dem 9. März fanden sich im DGB-Haus in der Wilhelm-Leuschner-Straße in Frankfurt am Main die Vertreter der DGB-Ortskartelle und -Ortsverbände sowie Vertreter der Mitgliedsgewerkschaften ein, um einen ehrenamtlichen Kreisverband aus der Taufe zu heben.

Der DGB-Regionsvorsitzende Harald Fiedler führte in seiner Einführungsrede aus, dass die im vergangenen Jahr eingeleitete DGB-Reform mit der Bildung der DGB-Region Frankfurt - Rhein - Main und dem Zusammenschluss der Landesbezirke Hessen und Thüringen zum neuen Bezirk Hessen-Thüringen auf hauptamtlicher Ebene im wesentlichen abgeschlossen sei. Eine Chance biete die ehrenamtliche Binnenstruktur. So sollen die bisherigen DGB-Ortskartelle in ihrer Funktion erhalten bleiben. Gerade die Arbeit vor Ort biete die Möglichkeit auf die Kommunalpolitik und die Verbesserung der Lebensverhältnisse Einfluss zu nehmen. Hier nutzen die Ortskartelle auch die Möglichkeiten, die sich durch gemeinsame Aktivitäten mit anderen Gruppen bieten. Eines des wesentlichen Elemente der DGB-Reform sei deshalb auch die ehrenamtliche Arbeit in der Region zu stärken.

Dietmar Mohr, Vorsitzender des DGB vor Ort Usinger Land aus Neu-Anspach ergänzte die Ausführungen des Regionsvorsitzenden. Er stellte die Aufgaben eines zukünftigen Kreisverbandes dar. So könnten durch die Bildung einer ehrenamtlichen Kreisebene die vielfältigen Aufgaben, denen sich der DGB auf örtlicher Ebene widme, durch eine Bündelung effektiver gestaltet werden. Beispielhaft sei das Eintreten gegen rechtsextreme Tendenzen zu nennen. Aber auch die Fragen der Kommunalpolitik müssen mehr überörtlich gesehen werden. Hier spielten in den nächsten Jahren das Für und Wider einer Olympiabewerbung der Region 2012 eine wesentliche Rolle. Die Chancen und Risiken müssen abgewogen werden und eine einheitliche Linie gefunden werden. Auch die Möglichkeiten des Internets müssen mehr genutzt werden. So soll beispielsweise das Internetangebot www.hochtaunus.net/dgb mit dem sich der DGB vor Ort in der Region präsentiert die Ortskartelle in die Lage versetzen, jeweils aktuelles Informationsmaterial z. B. in Bezug auf die Arbeitsmarktdaten wie Beschäftigte, Arbeitslose etc. zu erhalten. Neben der Durchführung von Veranstaltungen zum Tag der Arbeit am 1. Mai beispielsweise des Maifestes im Hessenpark, Durchführung von Bildungsveranstaltungen bilde die Erforschung der Arbeitergeschichte unter dem Slogan "Geschichte von unten" einen Schwerpunkt der Arbeit des zu gründenden Kreisverbandes.

Nach diesen Vorbemerkungen einigten sich die anwesenden Vertreter der DGB-Ortskartelle und der Mitgliedsgewerkschaften darauf einen Kreisverband zu gründen und diesen zunächst "DGB-Kreisverband DGB vor Ort in der DGB-Region Frankfurt - Rhein - Main" zu nennen. Hierdurch soll die Akzeptanz in der gesamten Region hergestellt werden, denn ein Name wie "Taunus" stelle nur einen kleinen Raum in der Region dar. Harald Fiedler stellte fest, dass nach den neuen Richtlinien für die ehrenamtliche Binnenstruktur der Regionen der Vorstand des Kreisverbandes aus einer oder einem Vorsitzenden, einer bzw. einem stellvertretenden Vorsitzenden, einer bzw. einem Schriftführer/in und bis zu drei Beisitzern bestehen könne. Daneben gehörten dem Kreisverbandsvorstand jeweils ein von jeder Mitgliedsgewerkschaft sowie von jedem Ortskartell bzw. Ortsverband zu benennenden Vertreter an. Diesem Verfahren stimmten die Anwesenden zu.

Dietmar Mohr, Vorsitzender des DGB vor Ort Usinger Land aus Neu-Anspach wurde einstimmig zum neuen Kreisverbands-vorsitzenden gewählt. Zu seinem Stellvertreter wählten die Anwesenden Hartwig Rose, der dem DGB vor Ort in Oberursel vorsteht. Beide sind darüber hinaus seit 1996 für die weit über die Grenzen der Region bekannten "DGB-Maifeste im Hessenpark" an vorderster Front tätig.

Zur Schriftführerin wurde Ingrid Conrady aus Weilrod gewählt, die sich im Betriebsrat der Firma Heraeus-Kulzer in Wehrheim für die Belange der Beschäftigten einsetzt.

Als Beisitzer fungieren Joachim Diesner aus Frankfurt am Main, Ralf Herrmann vom Ortskartell Amöneburg-Kostheim-Kastell und Peter Eifert, der im erweiterten Vorstand der Industriegewerkschaft Bauen-Agrar-Umwelt im Bezirk Friedberg-Gelnhausen tätig ist.

 

 
   
  vlnr: Hartwig Rose, stellvertr. Vorsitzender; Ingrid Conrady, Schriftführerin; Joachim Diesner, Beisitzer; Dietmar Mohr, Vorsitzender;
Michael Scheurich (Vorsitzender des DGB Ortskartells Idstein); Alfred Hölzel (Vorsitzendes des DGB-Ortskartells Hünfelden);
Hans Schuck (Vorsitzender des DGB-Ortskartelles Amöneburg-Kostheim-Kastell); Ralf Herrmann, Beisitzer (Mainz-Kostheim);
Harald Fiedler, Vorsitzender der DGB-Region Frankfurt - Rhein - Main

 
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